Onlinespielsucht
Onlinespielsucht gehört zu den Themen, über die von der Computerspielindustrie nur ungern gesprochen wird. Computerspiele werden von vielen Kindern und Jugendlichen genutzt, da sie eine gute Möglichkeit bieten, in Zeiten der Langeweile eine Beschäftigung zu haben, sich vom Schulstress abzulenken oder einfach zu entspannen.
Problematisch bei einer Onlinespielsucht ist, dass die Übergänge vom einfachen Spielen zur Beschäftigung hin zu einer Sucht sehr fließend sind. Bei Onlinespielen ist der Suchtfaktor dabei wesentlich höher als bei gewöhnlichen Games: Während normale Computerspiele so konzipiert sind, dass sie irgendwann “durchgespielt” und somit beendet sind, haben die meisten Onlinegames kein festes Ende. Die Spieler organisieren sich in den sogenannten “Clans”, Verbänden von mehreren Spielern, und bauen somit Internetfreundschaften auf. Dieser Aspekt ist als sehr positiv zu betrachten, da hier die soziale Kompetenz des Jugendlichen gefordert ist. Durch den Punkt, Aufgaben in einer Gruppe übernehmen zu müssen, entsteht jedoch sehr schnell eine Onlinespielsucht. Die unterschiedlichen Clans stehen in Konkurrenz zueinander, wodurch alle Mitglieder regelmäßig online gehen müssen, um weiterzukommen.
Ein wichtiger Faktor, der zum Entstehen einer Onlinespielsucht beiträgt, ist das Konzept, das viele Onlinegames gemeinsam haben: Am Anfang muss nur wenig Zeit (und selten reales Geld) investiert werden, um seine Spielfigur zu verbessern. Mit zunehmender Spielzeit wird das jedoch immer schwerer, was eine Herausforderung für den Spieler darstellt, der nun regelmäßig online gehen muss.
Eine Onlinespielsucht kann sehr negative Folgen haben: Bei Jugendlichen brechen die schulischen Leistungen zusammen und verlieren ihre sozialen Kontakte. Es ist daher wichtig, eine solche Sucht so früh wie möglich zu erkennen.
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