Siegeszug der Onlinespiele
Lange ist es her, als mit Meridian 59 und Ultima Online das Tor zu einer vollkommen neuen Spielwelt aufgestoßen wurde – Onlinespiele. MMO-Spieler der ersten Stunden mussten leidensfähig sein, denn man kämpfte mit zahllosen Problemen. Ende der 90er steckte das Internet vor allem in Europa noch in den Kinderschuhen. Dadurch gab es beim Spielen häufig Lags (Verzögerung der Datenübertrag) und Verbindungsabbrüche. Ganz zu schweigen von den hohen Internetkosten. Schließlich gab es damals noch keine Flatrates.
Das konnte den Siegeszug der Onlinespiele nicht aufhalten. Neue Onlinespiele wie Everquest und Asheron´s Call vermieden die Fehler der ersten Generation. Die Spielerbasis wuchs auf mehrere Hunderttausend Spieler. Dabei war eine gewisse Spezialisierung zu bemerken. Während Dark Age of Camelot das PvP (Kämpfte von Spielern gegeneinander) in den Mittelpunkt stellte, verzichteten andere vollständig darauf. 2004 vereinte World of Warcraft alle Vorzüge der Onlinespiele in einem Produkt. Gleichzeitig mit dem Aufkommen immer schnellerer und stabilerer Internetverbindungen, sowie kostengünstigen Flatrates, wuchs die Anzahl der Kunden ins astronomische. Die Entwicklung der Onlinespiele wurde wesentlich teurer, denn die Erfolgslatte lag nun hoch. Wenige hunderttausend Spieler waren kaum genug, um die Kosten zu decken. Man peilte die Millionenmarke bei der Zahl der Abonnenten an.
Abgesehen von den vielen MMOs, die es mittlerweile auf dem Markt gibt, haben sich auch Browsergames etabliert. Das sind kostenlose Onlinespiele, die sich über den Verkauf von Items und Ingameaktionen finanzieren. Inzwischen hat ein Großteil der PC-Spiele eine Multiplayerfunktion und können ebenfalls online mit und gegen viele andere Spieler gespielt werden.